M3-Community zwischen technischen Problemen, verzögerten Auszahlungen und wachsendem Informationsbedarf
In der zweiten Julihälfte 2026 häuften sich innerhalb der internationalen M3-Community Fragen zu verzögerten AVU-Auszahlungen, zur zeitweisen Nichterreichbarkeit der Handelsplattform MEX sowie zur weiteren Entwicklung verschiedener Projekte des Ökosystems.
Der hier ausgewertete Chatverlauf aus der M3 telegram Gruppe zeigt eine zunehmend kritische Stimmung, gleichzeitig aber auch weiterhin vorhandene Unterstützung und Hoffnung auf eine Stabilisierung.
Verzögerungen bei AVU-Auszahlungen
Das am häufigsten diskutierte Thema waren verzögerte AVU-Auszahlungen beziehungsweise die erwartete Auszahlung in USDT. Mehrere Teilnehmer berichteten, seit dem 10., 11., 12., 13. oder 17. Juli auf eine Gutschrift zu warten. Teilweise handelte es sich laut den Nachrichten um Beträge zwischen rund 23 und 50 AVU.
Die Erfahrungen waren jedoch unterschiedlich: Einige Nutzer meldeten, dass ihre Auszahlung nach ein bis zwei Tagen oder nach einer direkten Nachfrage eingetroffen sei. Andere warteten laut eigenen Angaben noch nach fast zwei Wochen.
Als mögliche Erklärung wurde im Chat eine hohe Anzahl kleiner Auszahlungsaufträge genannt. Diskutiert wurde deshalb auch, ob ein Mindestbetrag für Auszahlungen die Bearbeitung erleichtern könnte. Später wurde auf einen Mindestwert von drei US-Dollar hingewiesen.
Eine offizielle, ausführliche technische Erklärung für die unterschiedlichen Bearbeitungszeiten war im ausgewerteten Verlauf allerdings nicht erkennbar. Stattdessen wurde mehrfach erklärt, dass die Auszahlungen bearbeitet würden und sich das System bewege, jedoch langsamer als üblich.

Technische Probleme bei MEX
Parallel zu den Auszahlungsverzögerungen berichteten Nutzer wiederholt, dass die Website beziehungsweise Handelsplattform MEX zeitweise nicht erreichbar gewesen sei. Dabei wurden teilweise Unterschiede zwischen verschiedenen Browsern beobachtet. Während der Zugriff in Chrome Probleme verursacht haben soll, berichteten einzelne Nutzer, dass die Seite über einen anderen Browser weiterhin erreichbar gewesen sei.
Die wiederkehrenden Ausfälle führten zu wachsender Kritik. Mehrere aktive Nutzer betonten, dass eine Handelsplattform dauerhaft verfügbar sein müsse, da beim Trading Marktbewegungen und zeitlich begrenzte Chancen eine wesentliche Rolle spielen.
Im Chat entstand außerdem Verwirrung über den tatsächlichen Status von MEX. Einerseits wurde erklärt, die Plattform sei technisch fertiggestellt. Andererseits hieß es, für einen erfolgreichen vollständigen Start seien noch ausreichende Liquidität, Handelsaktivität, Marktdaten, Partnerschaften und eine größere Nutzerbasis erforderlich.
Damit blieb für einige Teilnehmer unklar, ob MEX bereits als regulär gestartete Handelsplattform anzusehen ist oder sich weiterhin in einer eingeschränkten Aufbau- beziehungsweise Vorbereitungsphase befindet.

Umbau des Ökosystems und Integration eines Mining-Systems
Als weiterer Grund für vorübergehende Einschränkungen wurde die Integration eines neuen Bitcoin- beziehungsweise Satoshi-Mining-Systems genannt. Im Chat war von einer Konsolidierung verschiedener Token und zusätzlichen Tokenbezeichnungen mit dem Zusatz „RS“ die Rede.
Diese technische Umstellung sollte nach den damaligen Angaben ungefähr zwischen dem 26. und 28. Juli erfolgen. Anschließend sollten Auszahlungen wieder wie gewohnt funktionieren. Ende Juli meldeten jedoch weiterhin einzelne Nutzer offene Auszahlungen, weshalb die angekündigte vollständige Normalisierung aus Sicht der Betroffenen noch nicht überall erkennbar war.
Unterstützer des Projekts argumentierten, dass umfangreiche Infrastrukturänderungen Zeit benötigten und mehrere Funktionen möglicherweise bewusst pausiert worden seien, um eine stabilere Grundlage für das gesamte Ökosystem zu schaffen.
Kritische Teilnehmer bemängelten dagegen, dass Termine und technische Abläufe nicht ausreichend konkret und nachvollziehbar kommuniziert worden seien.

Forderung nach mehr Transparenz
Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Diskussion von einzelnen technischen Problemen zu einer grundsätzlichen Debatte über Transparenz, Kommunikation und überprüfbare Ergebnisse.
Mehrere langjährige Mitglieder erklärten, dass ihnen allgemeine Aussagen über Entwicklungen „hinter den Kulissen“ nicht mehr ausreichten. Sie forderten unter anderem:
- klar definierte und messbare Meilensteine,
- öffentlich überprüfbare Projektergebnisse,
- unabhängige Sicherheits- und Finanzprüfungen,
- nachvollziehbare technische Dokumentationen,
- konkrete Roadmaps für MCD, MDC, MCN und DeFi,
- eine Übersicht darüber, welche Projekte tatsächlich vollständig einsatzbereit sind,
- sowie eine klare Darstellung, wie die ursprüngliche M3-Community künftig wirtschaftlich profitieren soll.
Besonders deutlich wurde der Wunsch nach regelmäßigen Live-Veranstaltungen oder Zoom-Meetings mit der Führungsebene. Frühere regelmäßige Präsentationen hätten nach Ansicht mehrerer Teilnehmer Vertrauen geschaffen und die Community enger eingebunden.
Ende Juli wurde im Chat schließlich ein Zoom-Meeting innerhalb der folgenden Tage angekündigt.
Diskussion über bestehende und neue Projekte
Neben MEX wurden auch weitere Bestandteile des M3-Ökosystems diskutiert.
Mypher
Mypher wurde als neu gestartete Anwendung beschrieben, die anhand des Nutzerfeedbacks laufend weiterentwickelt werde. Kritische Teilnehmer fragten jedoch nach öffentlich einsehbaren Informationen zur Sicherheit, insbesondere zu Verschlüsselung und Datenschutz.


MypherCaviar und Marsbay
Nach Aussagen einzelner Community-Mitglieder sei Caviar im asiatischen Markt betriebsbereit. Logistikprobleme für Europa sollten demnach über Marsbay und einen Standort in Dubai gelöst werden.
Dem standen Berichte aus der indischen Community gegenüber, wonach Käufer bestimmter Caviar-Avatare noch keine angekündigten Produkte wie Uhren oder Schuhe erhalten hätten. Im Chat wurden hierzu keine unabhängig überprüfbaren Lieferdaten oder Nachweise vorgelegt.
Rocket, Titan und weitere Infrastrukturprojekte
Befürworter erklärten, dass Rocket bereits als Launchpad für das Solulu-Equity-Share-Programm verwendet worden sei. Titan könne künftig technische Unterstützung für Real-World-Asset-Projekte bereitstellen. MEX, GATA und andere Systeme würden demnach eingesetzt, sobald neue Projekte einen entsprechenden Bedarf hätten.
Gaming- und Metaverse-Projekte
Zu ERT, CHK und MARS wurde von einem Teilnehmer erklärt, dass diese Gaming- beziehungsweise Metaverse-Projekte möglicherweise nicht weiterverfolgt würden, weil derzeit keine ausreichende Nachfrage bestehe. Diese Aussage erscheint im Chat jedoch als Einschätzung beziehungsweise interne Information eines Teilnehmers und nicht als klar gekennzeichnete offizielle Projektankündigung.

Die Rolle von Solulu
Ein weiterer Kritikpunkt war die Wahrnehmung, dass Solulu zunehmend im Mittelpunkt stehe und möglicherweise als neues Instrument zur Gewinnung von Mitgliedern und Kapital verwendet werde.
Mehrere Teilnehmer fragten deshalb, wie Solulu strategisch in das bestehende M3-Ökosystem eingebunden sei und welchen konkreten Nutzen die ursprüngliche M3-Community davon habe.
Andere Community-Mitglieder argumentierten, neue Projekte könnten bestehende Infrastruktur wie Rocket, Titan oder MEX nutzen und dadurch langfristig auch den älteren Projekten einen praktischen Anwendungsfall verschaffen.
Eine vollständige und nachvollziehbare Erklärung der wirtschaftlichen Verbindung zwischen Solulu und der ursprünglichen M3-Community war im ausgewerteten Chatverlauf jedoch nicht enthalten.
Unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Community
Zwei deutlich erkennbare Positionen.
Ein Teil der Mitglieder hält weitere Geduld für gerechtfertigt. Diese Gruppe verweist auf frühere Probleme im Ökosystem, umfangreiche technische Umstrukturierungen und die Notwendigkeit, Projekte auf einer stabileren Basis neu aufzubauen.
Der kritischere Teil der Community verlangt dagegen konkrete Belege statt weiterer Ankündigungen. Aus dieser Sicht entsteht durch wiederholte Verzögerungen, eingeschränkte Erreichbarkeit und fehlende offizielle Statusberichte der Eindruck, dass Projekte begonnen, aber nicht vollständig abgeschlossen werden.
Trotz der Kritik bleibt erkennbar, dass viele Teilnehmer weiterhin an einer positiven Entwicklung interessiert sind. Die Forderungen richten sich überwiegend nicht gegen das Ökosystem selbst, sondern auf eine professionellere Kommunikation, nachvollziehbare technische Informationen und überprüfbare Fortschritte.
Fazit
Der Chatverlauf vermittelt das Bild einer Community, die weiterhin engagiert ist, deren Vertrauen jedoch zunehmend von konkreten Ergebnissen abhängt.
Die dringendsten offenen Punkte sind:
- die vollständige Bearbeitung ausstehender AVU-Auszahlungen,
- eine technische Erklärung für die wiederkehrenden MEX-Ausfälle,
- eine eindeutige Definition des aktuellen Betriebsstatus von MEX,
- öffentlich überprüfbare Informationen zu den laufenden Projekten,
- konkrete Zeitpläne und messbare Meilensteine,
- sowie eine regelmäßige direkte Kommunikation durch die Führungsebene.
Die angekündigte Zoom-Veranstaltung könnte einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Vertrauens leisten. Entscheidend wird jedoch sein, ob dort nicht nur Zukunftspläne vorgestellt, sondern auch konkrete Statusinformationen, überprüfbare Ergebnisse und verbindliche nächste Schritte genannt werden.


























